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Editorial WW 03/19: Rare Vertikalen von grossen Ikonen (Hubacker, Hölle, Vega Sicilia Unico, Almaviva)

 

Liebe WEINWISSER,

endlich werden die Tage länger, die ersten Frühlingsboten sind sicht- und hörbar und das Jahr nimmt langsam Fahrt auf: die ersten Jahrgangspräsentationen und Jungweinverkostungen des mit Spannung erwarteten Jahrgangs 2018 stehen an.

Die dritte Ausgabe des Jahres hält erneut einen bunten Mix an hochwertigen Themen, Geschichten sowie exklusiven und raren Spitzenweinen für Sie bereit. So, wie Sie es von uns gewohnt sind.

Wir hatten gleich mehrmals das Privileg, an einigen der exklusivsten Vertikalen von gesuchten Ikonen wie Vega Sicilias Unico (Spanien), Concha y Toros Almaviva (Chile) sowie bei den deutschen Riesling-Superstars Klaus Peter Keller und Gunter Künstler teilzunehmen. Weine aus zwei Kontinenten, drei Ländern, mehr als drei Jahrzehnten mit unterschiedlichen Terroirs und teils auch Philosophien. Was sie eint, ist eine klare Vision und der Wille zu Exzellenz.

Vega Sicilia ist dabei sowas wie eine nationale Institution in Spanien, ähnliches gilt für Almaviva des Weinriesen Concha y Toro, das vor zwei Jahren seine Partnerschaft mit Mouton Rothschild auf dessen Château gebührend feierte. Von herausragender Bedeutung sind auch Kellers „Hubacker“ und Künstlers „Hölle“ – aus diesen Grand Cru-Lagen entstehen mit die besten und langlebigsten Weine Deutschlands. Die spannenden Beiträge von Thomas Werdelmann (Vega Sicilia-Vertikale), Michael Schmidt (Kellers Hubacker), Jürgen Mathäß (Almaviva, Chile) und meiner Wenigkeit (Künstler, Almaviva – mit Rückblick auf die edle Mouton-Almaviva Geburtstagsparty auf Château Mouton Rothschild) finden Sie auf den Seiten 10 bis 11, 4 bis 6 und 7 bis 9.

Dahinter müssen sich aber auch die Weine aus dem Brunello di Montalcino nicht verstecken, auch wenn der Jahrgang 2014 bekanntermassen nicht zu den stärksten gehört. Dennoch hat unser Autor Alexander Magrutsch für Sie alles verkostet und einige Top-Empfehlungen gefunden. Sein Beitrag und seine Auslese finden Sie auf den Seiten 12 bis 16.

Last but not least blicken wir auf eine von mir privat organisierte, exklusiven und genussvolle Wein- und Gourmetreise zurück, bei der wir viele Top-Weingüter besucht und zudem die allerbesten Restaurants am Kap inklusive dem kürzlich zum besten Restaurant der Welt gewählten „Wolfgat“ systematisch getestet und bewertet haben. Freuen Sie sich auf die Beschreibungen und das Ranking der besten Restaurants am Kap, in der 07/19 folgt dann noch ein Update zu den besuchten Top-Weingütern.

Jetzt wünschen wir Ihnen viel Lesevergnügen, Inspirationen und genussvolle Momente.

Und wenn Sie zufrieden sind, dann empfehlen Sie uns doch weiter mit unserem Geschenkabo. Sie schenken und wir beschenken Sie mit einer guten Flasche Bordeaux! https://www.direktabo.de/de/genuss-tabak-wein/weinwisser/abonnements/weinwisser-geschenk-abo.html

Ihr Giuseppe Lauria

Chefredakteur WEINWISSER

Renés Weintipp: 2007 Cabo de Hornos

Mit dem Eukalyptus im Wein ist es wie beim frischen Koriander in thailändischen Gerichten. Entweder man liebt ihn abgöttisch oder man hasst ihn. Dazwischen liegt eine akzeptanzfreie Zone. Als wir kürzlich in Havanna in einem Restaurant sassen, welches eine für Kuba unüblich gute Weinkarte auflegte, fand ich einen «alten Bekannten» wieder: den 2007 Cabo de Hornos. Zu meiner Zeit als Einkaufschef bei Mövenpick führten wir nämlich die Weine von der chilenischen Bodega Viña San Pedro. Das war immer deren Premiumwein, wobei er sich gegenüber anderen Chile-Ikonen immer durch seine Kraft und Arroganz abhob. Also entschied ich mich in Havanna zum kubanischen Schweinskotelett für den Cabo de Hornos. Ich wurde nicht enttäuscht.

2007 Cabo de Hornos, Bodega Viña San Pedro: Das ist ein massives Paket an Aromatik, Kraft und Arroganz. Aber alles ist auf einem fordernden Niveau und so kommen die Gerbstoffmuskeln charaktervoll zum Vorschein. Die genügend grosse Prise Eukalyptus vermischt sich mit Cassis und Rauch. Irgendwie ist das ein Pendant zu einem Mission – mit wesentlich bäuerlicher Kontur – wohlverstanden. Zu Hause angelangt, habe ich sofort nach diesem Wein gesucht, um mir ein paar Flaschen für meinen Keller zu ergattern. Der Google hat mich dann nach Deutschland gelockt. Surfing for great wines lohnt sich!

Weinbewertung in Punkten: 19/20


Bewertungskategorien:

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Coole Chilenen

Viele der interessantesten chilenischen Weine wachsen heute in kühlen Anbaugebieten entweder in Pazifiknähe oder sehr nahe bei den Anden oder weit im Süden des Landes. Leider interessiert sich der deutsche Handel nur selten für die finessenreichen und charaktervollen Top-Chilenen aus kühlem Klima, sonst wäre die hier vorgestellte Auswahl erheblich grösser. Weiterlesen