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Editorial

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Liebe Weinwisser,

die Sommerausgabe des WeinWissers hat es in sich: eine voll bepackte Ausgabe mit hochwertigsten Weinen und Vertikal-Verkostungen aus Italien, Frankreich und Südafrika.

Nach dem ausgezeichneten Jahrgangs-Duo kommt mit 2017 ein ganz heißes Jahr. 2017 war das bis dahin trockenste und heißeste Jahr in Montalcino. Ein Umstand, der die Winzer vor größere Herausforderungen stellt. Die vergangenen Wochen haben uns einen Geschmack dafür gegeben, was Dürre für die Landwirtschaft bedeutet. Dennoch sollte man das Jahr nicht voreilig als «hitzig» abschreiben. Denn es gibt erfreulich viele Ausnahmen und einige Weine sind ausgezeichnet. Meinen Beitrag finden Sie ab Seite 7.

Danach geht es direkt nach Südafrika. Und zwar zu einem der spannendsten Start-Up Projekte in der Weinwelt. 4G Wine Estate entstand aus einer kühnen Vision zweier Weinfreunde. Sie hatten den wagemutigen Traum, in Südafrika einen Spitzenwein zu kreieren, der sich mit den besten Weinen der Welt messen kann. Sie hatten aber weder eine Winery noch Weinberge. Aus der Not machten sie eine Tugend. Schon in WW 03/17 hatte ich über eine spektakuläre Blindverkostung geschrieben, die als «Judgment of Süllberg» in die Annalen gegangen ist. Kürzlich standen alle jemals produzierten Jahrgänge des 4G. auf dem Tisch. Eine bisher einmalige Verkostung dieses Kultweins weltweit.

Apropos Kultweine: Unser Autor Thomas Boxberger war bei den Top-Neuerscheinungen der Place de Bordeaux dabei. Das sind Weine, die ausschließlich über die Négociants in Bordeaux vertrieben werden. In Teil 1 berichten wir über die italienischen Spitzenweine, unter anderem den neuen Jahrgang von Masseto, Solaia und vielen anderen Ikonen.

Der 07.07.2022 bleibt mir lange im Gedächtnis. Es war der Tag, an dem es in Suvereto alle jemals produzierten Jahrgänge von Tua Ritas legendärem Redigaffi in einem festlichen Akt mit ausgewählten Kollegen aus aller Welt zu verkosten gab. Eine einmalige Retrospektive dieses Kultweins, der die Geschichte des italienischen Weins mitprägte.

Wie bleiben in der südlichen Maremma. Wenn Elisabetta Geppeti zu einer Verkostung ihres Rosés RosaMati einlädt, darf man sich auf ein besonderes Ereignis freuen. Die Grande Dame des italienischen Weins überlässt nichts dem Zufall und liebt kleine, aber sehr feine Events. Den Rahmen dieser launigen Blindverkostung mit acht Rosés bot das wunderschöne 5-Sterne Hotel »Il Pellicano” auf der mondänen Halbinsel Monte Argentario.

Doch die Verkostung war nicht nur wegen des grandiosen Blicks auf das azurblaue Meer
besonders. Auch die gezeigten Weine hoben die sommerliche Stimmung und zeigten, dass die Rosés immer besser werden und die italienischen Etiketten sich nicht hinter den bekannteren Franzosen verstecken müssen.

Last but not least gibt es einen ausführlichen Bericht über Pouilly-Fuissé, das nun die erste
und einzige Appellation im Mâconnais ist, die ab dem Jahrgang 2020 ihre besten Weinberge als 1ers Crus klassifizieren durfte. Burgund-Spezialist Frank Kämmer war bei der ersten Vorstellung der neuen Klassifikation dabei und verkostete sich durch die besten Weine. Dazu gibt es von mir ein Spezial zu Château Fuissé, das als Aushängeschild im Mâconnais gilt.

Jetzt wünsche ich Ihnen viel Spaß bei der Lektüre und noch viele wunderbare laue Sommertage.

Giuseppe Lauria

Chefredakteur WEINWISSER

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