Das grosse Margaux-Spektakel – 30 Jahrgänge Château Margaux (Teil 2)

Die grosse „once-in-a-lifetime“-Probe fand im schönen Hotel Kronenschlösschen in Etlville-Hattenheim statt

Das grosse Margaux-Spektakel – 30 Jahrgänge Château Margaux beim Rheingau Gourmet Festival (Teil 2)

Von Giuseppe Lauria

Nahezu sieben Dekaden des legendären Château Margaux standen im wunderbaren Hotel Kronenschlösschen nebeneinander an. Ein Mythos von Wein, der wie kaum ein Zweiter für Eleganz und Finesse steht. Eine Delikatesse der Extraklasse – gekrönt von einem fabelhaften Gala-Dinner von Simon Stirnal.

Chefredakteur Giuseppe Lauria war bei diesem einzigartigen Festival der Superlative dabei. Teil 1 der Verkostung mit den Jahrgängen von 1945 bis 1985 mit einigen der ganz grossen bis legendären Jahrgänge wurde bereits in der WW-Ausgabe 06/17 ausführlich beschrieben. Jetzt folgen in Teil 2 (WW 02/18) unter anderem die superben und ewig in Konkurrenz stehenden Twin-Jahrgänge wie 1982 und 1983 sowie 1989 und 1990, aber auch grosse Weine aus 1995, 2000 und 2003. Dazu gibt es ein ausführliches EXKLUSIV-Interview mit Hans-Burkhard Ullrich, dem Chef des Rheingau Gourmet Festival und Hotel Kronenschlösschen (das Interview finden Sie in WW 02/18).

Die Verkostung:

Die Verkostung wurde von Alt nach Jung in verschiedenen Flights aufgestellt. Los ging es mit den frühen 1960er-Jahrgängen bis hin zum 2003er, der sich in einer wunderschönen, ersten Genussreife präsentierte. Es waren also alle ganz grossen Jahrgänge inklusive der berühmten Jahrhundertjahrgänge beziehungsweise grossen Jahren wie 1961, 1982, 1983, (1985), 1990, 1995, 1996, 1998, 2000, etc. dabei. Ein Fest der Extraklasse. Generell ist zu sagen, dass es bei solchen „Altweinproben“ immer mal zu herausragenden Überraschungen und aber auch herben Enttäuschungen kommen kann. Neben der Lagerung spielen Flaschenvarianz und auch unterschiedliche Abfüllungen eine grosse Rolle. Daher heisst es in Fachkreisen: „Im Alter verkostet man keine Jahrgänge mehr, sondern nur noch gute und schlechte Flaschen“.  Wir hatten an diesem denkwürdigen Abend verdammt viele gute Flaschen. Hier kommt Teil 2 seines umfassenden Reports dieser lukullischen Probe der Extraklasse, die zudem von einem superben Fünf-Gang-Gala-Menü von Kronenschlösschen Chefkoch Simon Stirntal kongenial begleitet wurde. Den Ausführlichen Bericht finden Sie in WW 06/17 und 02/18.

Verkostungsnotizen Teil 2:

von Giuseppe Lauria

 

1991: Helles Rubingranat mit deutlich aufhellenden Rändern. Für den schwierigen Jahrgang zeigt er eine schöne Frucht mit rotbeerigen Schattierungen, Tabak und feine Reste von Röstnoten und getrockneten Blumen. Am Gaumen mittelgewichtig, durchaus noch recht frisch und feinen Konturen, aber klar muss er dem Jahrgang mit Blick auf Tiefe und Komplexität Tribut zahlen. 16/20 Trinken

 

1992: Trübes Rubingranat. Sehr schwierige Nase, es wurde auch über Kork bzw. Korkschleicher gesprochen. Hinter dem leichten Muffton entwickelte sich aber eine ansprechende Frucht mit Cassis und Johannisbeersträuchern, die von unreifer Cabernet-Würze dominiert wird. Am Gaumen mittelgewichtig, etwas raubeinig, aber mit guter, adstringierender Frische und Zug ausgestattet, sehr präsentes, feinkörniges Tannin, das von einer schmelzigen Fruchtsüsse mit Kirsche und Cassis ummantelt wird. Ansprechende Länge. 16/20 trinken

 

1993: Diesen Wein hatte ich schon unzählige Male im Glas und obgleich aus einem kleineren Jahr enttäuscht er nie. Auch dieses Mal nicht. Rubinrote Farbe mit noch leichtem Purpur. Wunderbare Margaux-Würze in der Nase, vielleicht nicht ganz so sublim wie in den grossen Jahren, aber unverkennbar in seinem Parfüm, diesmal auch etwas Granatapfelnoten und Sauerkirsche. Am Gaumen sehr linear, elegant, mit charmanter Fruchtfülle und feinen, seidigen Tanninen, die dem Wein genügend Gerüst und Länge geben. Wird noch einige Jahre auf hohem Niveau bleiben, dennoch sollte diese Delikatesse jetzt ohne Reue getrunken werden. 18/20 trinken

 

Der ewige Vergleich zweier Giganten-Jahrgänge

1982: Natürlich war das einer der Highlights in der Verkostung. Der ewige Vergleich der beiden Jahrgänge 1982 und 1983, der häufig in die eine oder andere Richtung polarisiert. Dabei sind sie beide ganz gross – aber eben unterschiedlich. Trübes Rubinrot. Herrliches, überwältigendes Bouquet von grosser Fülle, Feinheit und Tiefe. Immer noch enorm druckvoll, intensiv, der perfekte Ausdruck dieses unwiderstehlichen Margaux-Parfüm, das die Herzen seiner Anhänger regelrecht in Wallung bringt. Könnte man es als Parfüm abfüllen, ich würde es sofort kaufen. Hinzu kommen Minze sowie steinig-erdige Noten, die an Mineralik denken lassen. Am Gaumen weit ausladend, dabei ungemein feingesponnen, von burgunischer Eleganz und Souplesse, schier verführerisch. Diese royale Eleganz paart sich im grossen Finale mit feinster Lakritz und Frische gebenden ätherischen Noten. Ganz grosses Margaux-Kino, vielleicht auf dem letzten grossen Höhepunkt. 19.5/20 trinken

 

1983: Auch bei diesem Tasting trennten sich die beiden Lager fast in gleichen Teilen. Also zeigte auch der 1983er aus dem allgemein kleineren Aussenseiterjahrgang (aber nicht in der Appellation Margaux!) von seiner besten Seite. Übrigens war dies der erste Jahrgang des im vorletzten Jahr verstorbenen Managing Director Paul Pontillac, der über drei Jahrzehnte das Gesicht des Château war. Dichtes Rubingranat. Schon die Farbe zeigt sich kräftig, satt und gut gefüllt. So geht es auch im Duft weiter: Nahezu perfektes Bouquet mit dichter und saftig-klarer Frucht, ist enorm vielschichtig und tief gestaffelt. Dann kommt die volle Cassis-, Rauch- und Tabak- und Maulbeerladung, dazu ein Hauch Rosinen – grosse Konzentration, ohne fett oder überladen zu wirken. Wow, das verschlägt einem erstmal die Sprache. Auch am Gaumen enorm zupackend, griffig, dicht und fest gewoben, ein Cabernet-dominierter Riese mit royaler Adstringenz, der noch weitere Reserven in seinem schier kraftvollen, aber nicht monströsen Körper trägt. Hier ist noch viel Musik drin, besonders aus Magnums dürfte hier noch weiteres Potenzial in Richtung 20/20 sein. 19.5+/20 –2040

 

1986: Der Jahrgang gehört ja zu den verschlossensten überhaupt, was in Fachkreisen und bei Freaks regelmässig die Frage aufwirft, wann und ob er überhaupt irgendwann in die perfekte Trinkreife kommt. Im Duft schon eher kühl und weniger kommunikativ als seine beiden extravaganten Vorgänger. Im Mund sehr klassisch, viel Struktur, die feste Tanninstruktur ist noch griffig und zeigt weitere Reserven. Dennoch mit schöner Eleganz, fast von zeitloser Dimension. Ein Klassiker, der zu einem kräftigen Essen alle seine Vorteile ausspielen dürfte. 17/20 –2040

 

1988: Noch so ein Jahrgang, der regelmässig im Schatten seines extrovertierteren Nachfolger-Paars 1989 und 1990 stand. Dunkles Granat mit mittlerem Rand. Auch hier eher kühler, klassicher Duft, nicht besonders einnehmend, aber eben mit der Klasse, die Margaux ausstrahlt. Im Bouquet Leder, Rauch, schwarze Pfefferkörner, aber alles sehr verhalten, ein Hauch Kräuter schwingt mit. Am Gaumen fest und von massiver Struktur, leicht aufrauende, zupackende Tannine, die Reserven anzeigen, aber auch auf Kosten der Eleganz gehen. 18/20 –2025

„Drinking history“: Teil 1 der Verkostung umfasste die Jahrgänge von 1945 bis 1985 (Bild: Lustfaktor)

1989: Jetzt kam es zum nächsten Giganten-Duell. Noch so ein Klassiker aus den Twin-Jahrgängen. Strahlenendes Rubingranat mit aufhellendem Rand und bräunlichem Schimmer. Verführerisches, ausladendes Bouquet von schier verschwenderischer Fülle und Exotik. Wow, das hätte ich blind kaum nach Bordeaux gesteckt, wirkt in seiner exotischen Art fast kalifornisch: Dunkle Frucht mit Zedernholz, Schokolade, Korinthen, Moschus und süsses Lakritz; erst nach dieser exhibitionistischen Welle taucht die Margauxwürze nach und nach auf. Diese Orgie findet dann im Mund ihre Fortsetzung: Extraktsüsse meets Terroirwürze. Dabei durchaus fein gesponnen, das Tannin ist fest, körnig und mit zarter Adstringenz, die Säurestruktur ist genial und gibt ausreichend Frische, das hat noch Reserven für ein weiteres Jahrzehnt. 19/20 –2028

 

1990: Dichtes Rubingranat, fester Kern mit aufhellendem Rand. Grossartiges Bouquet von umwerfender Süsse, perfekter Reife und grosser Fülle. Pflaumig-reife Schattierungen paaren sich mit Rosinen, hellem Tabak, Milchkaffee und royalen Blumennoten. Das ist floral ohne Ende. Wie ein hochwertiges Eau de Parfum. Am Gaumen sehr reif, voller Charme, perfekte proportioniert, wieder mit unbändiger Süsse, hat aber noch enorm Druck. Welch’ eine sinnlich-sublime Schönheit, mit fantastischen Reserven. Ganz grosser Moment während der Verkostung. Wie Gabriel schon vor Jahren schrieb: „Trinken, träumen, taumeln.“ Nur beim Trinkfenster hat er sich etwas getäuscht. Denn dieses ist nicht vorbei, sondern hat – freilich bei gut gelagerten Flaschen – noch durchaus Reserven für ein weiteres Jahrzehnt. 20/20 –2028

Simon Stirnal, Hotel Kronenschlösschen, kochte ein grossartiges Gala-Menü

Hans B. Ullrich, Chef des Kronenschlösschens und Rheingau Gourmet & Wein Festivals

1994: Dichtes Rubinrot. Im Duft strahlt er viel Cabernet-Würze aus: Cassis, dazu Blaubeeren, Schokolade und eine Würzorgie aus Thymian und Wildfleisch. Letzter Jahrgang, wo noch relativ viel Merlot im Blend zu finden war. Am Gaumen konzentriert und kompakt, körniger Gerbstoffe zeigen den Jahrgang, eher männlicher Typ mit aufrauenden Tanninen und merklicher Adstringenz. 18/20 –2026

 

1995: Konzentrierter Duft, dabei sehr klar und pure Frucht. Macht im Glas wunderbar auf mit reifem Cassis, Brombeeren, Zedernholz und Havanna-Tabak. Am Gaumen sehr klassische Art, viel Frische und Zug zeigend, hochfeine Tannine, saftige Frucht, die von einer schönen Säure getragen wird. Unaufgeregte, grosse Klasse. 18/20 –2035

 

1996: Parfümiertes Bouquet mit femininer Anmutung: Cranberries, rote Johannisbeere, feinstes Holz, Palisander, Zigarrenkiste; legt im Glas enorm zu und entwickelt sich zu einem gebündelten Traum-Duft. Wie in der Nase legt er auch am Gaumen mit Luft deutlich zu. Zeigt sich elegant und mit vielen Nuancen, das ist ein ganz feiner, aristokratischer Margaux, der jetzt schon viel Noblesse und grossartige Finesse ausstrahlt. Hat mir schon vor einem Jahr fantastisch geschmeckt, und jetzt noch ein Tick besser. 19.5/20 –2040

 

1997: Parfümierter Duft mit der Margaux-Duftpalette aus Cassis, Erde, Rauch, Zigarrenkiste und Veilchen. Im Mund sehr dicht und charming, schöne Extraktsüsse auf würzigem Hintergrund, noch sehr jugendliche Frucht mit viel frischen rotbeerigen Reflexen und cremiger Textur. Überhaupt noch sehr jung wirkend, das hat noch Reserven, was sich auch an der grossen Länge zeigt. 18+/20 –2028

 

2000: Sattes, dichtes Rubinrot, nur leicht aufhellende Ränder. Volles, laszives Bouquet mit enorm jugendlicher Frucht, facettenreicher Würze und zarter Röstaromatik. Weitgefächerte Vielschichtigkeit, in der Cassis, blaue Beeren und eine aparte Minzenote den Ton angeben. Am Gaumen mit delikater Saftigkeit superber Balance punktend, die zart cremige Textur fördert den hedonistischen Trinkfluss, wirkt gerade enorm zugänglich, pure Trinkfreude, grosser Wein. 19+/20 –2045

 

2003: Einnehmender, tiefer und intensiver Duft, erotisch-laszive Ausstrahlung mit blaubeerigen und floralen Konturen. Dieser Sexy-Margaux aus dem heissen Jahrgang zeigt sich zwar hochkonzentriert und extrovertiert, aber mit disziplinierter Fülle und Struktur. Dabei durchaus verspielt und mit Finesse. Ganz fein gesponnen, ungemein saftig, Cassisduft, nur am Ende zeigt sich eine feine Bitternote, die dem heissen Jahrgang geschuldet sein dürfte. Würde man dennoch nicht unbedingt in 2003 stecken. Hier kann es auch bald zu 19/20-Erlebnissen kommen. 18.5+/20 –2040

 

INTERESSE AN BORDEAUX: HIER GEHT ES ZU UNSER SUPER AKTUELLEN „BEST OF BORDEAUX“ AUSGABE MIT BESONDEREM GESCHENK-WEIHNACHTSABO.

JETZT SCHON VORAB KAUFEN UND LESEN.
Vorschau: https://www.weinwisser.org/aktuelles-heft/
Heft-Download: http://bit.ly/2EtAA9X (digital)
http://bit.ly/2rKdQLb (Print)

DAZU GIBT ES UNSER ZEITLICH BEGRENZTES GESCHENK-WEIHNACHTSABO zum Verschenken und Selberschenken mit edlem Wein als Prämie:
http://bit.ly/2RyzwoZ

 

VIEVINUM FEIERT GEBURTSTAG – WEINWISSER ALS MEDIENPARTNER DABEI, 9.-11. JUNI 2018, WIENER HOFBURG

Seit 20 Jahren ist die VieVinum der Weinevent Österreichs. Seit 1998 findet alle zwei Jahre im historischen Rahmen der Wiener Hofburg ein Get Together der Österreichischen Weinszene statt, zu dem zahlreiche Fachbesucher und Weinfreunde aus der ganzen Welt anreisen. Die Veranstalter von MAC Hofmann und die Österreich Wein Marketing erwarten für die VieVinum 2018, die vom 9-11. Juni stattfinden wird, neben den Besuchern aus Österreich rund 900 ausländische Händler, Gastronomen und Journalisten. Österreich hat sich in den vergangenen 20 Jahren mit der VieVinum einen Fixplatz auf der Bühne der  internationalen Weinmesse erarbeitet und wird von vielen Profis als die am besten organisierte Weinmesse weltweit betrachtet.

Der Schwerpunkt bei den rund 550 Ausstellern liegt naturgemäß bei den österreichischen Weingütern aus Wien, Niederösterreich, dem Burgenland und der Steiermark. Als Gastland konnte zum 20jährigen Jubiläum die Schweiz gewonnen werden. Als Ehrengast wird der britische Bestseller-Autor in Sachen Wein Hugh Johnson zur Eröffnung der VieVinum erwartet. Ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Verkostungen und Präsentationen ist ebenfalls besuchenswert.

Als besonderen Service unterstützt die VieVinum Besucher mit zahlreichen Angeboten für die Anreise, Aufenthalt etc. Alle Infos inklusive Kartenvorverkauf, VIP-Führungen, etc. auf www.vievinum.at. Für Fachbesucher wurden die Besuchszeiten an allen drei Messetagen auf 9.00-13.00 Uhr erweitert.

WEINWISSER IST ALS MEDIENPARTNER DABEI UND WIRD BERICHTEN!

VieVinum 2018

9.-11. Juni 2018, Wiener Hofburg

Öffnungszeiten täglich 13.00-18.00 Uhr, Fachbesucher & Presse 9.00-13.00 Uhr

Tickets:          Tageskarte €55,-, Vorverkauf €45,- vievinum.at/tickets, Dauerkarte € 100,-

Hotel- und Reisebuchungen: www.mondial-reisen.com/vievinum

Info: www.vievinum.at

Once-in-a-lifetime – 30 Jahrgänge Château Margaux

Das grosse Margaux-Spektakel – 30 Jahrgänge Château Margaux beim Rheingau Gourmet Festival

Von Giuseppe Lauria

Es war einer dieser Abende, die man als Wein- und Bordeauxliebhaber nicht vergisst. Erst recht nicht, wenn man feine gereifte Weine liebt. Eine dieser Weinproben, die zurecht als „Once-in-a-lifetime“ geadelt werden. Sieben Dekaden des legendären Château Margaux. Ein Mythos von Wein, der wie kaum ein zweiter für Eleganz und Finesse steht. Eine Delikatesse der Extraklasse – gekrönt von einem fabelhaften Gala-Dinner von Simon Stirnal. Alles an einem Abend, an einem Ort, im schönen Kronenschlösschen. WEINWISSER-Chefredakteur Giuseppe Lauria war bei diesem einzigartigen Festival der Superlative dabei und hat alle Jahrgänge ausführlich verkostet, beschrieben und bewertet.

Weiterlesen

Grosse Gewächse – Teil 3: DEUTSCHE PINOTS – WENIGER IST MEHR (FINESSE)

DEUTSCHE PINOTS – WENIGER IST MEHR (FINESSE)

Die deutschen Pinots gewinnen in der Spitze zunehmend an Eleganz und Finesse. Das haben wir bereits in unserem grossen Pinot Noir-Dossier (WW Ausgabe 07/17 https://goo.gl/RKG7qM) geschrieben. Besonders der Umgang mit dem Barrique und der Lesezeitpunkte erfolgt mit mehr Feingefühl und ist weniger auf die kraftvolle Effekthascherei der Vergangenheit aus. Mit dem Jahrgang 2015 kommt jetzt noch ein (zumindest in vielen Teilen) grosses Spätburgunder-Jahr dazu, um diese Entwicklung weiter zu unterstützen. Zwar geht bei vielen der Trend zum späteren Markt-Release im Sinne einer Riserva, dennoch konnten wir bereits einige ausgezeichnete 2015er probieren. War es früher ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Huber und F. Becker, so hat sich in den letzten Jahren ein „Dreikampf“ etabliert. Absolut führend waren bisher Huber (Baden), Fürst (Franken) und dahinter auch Knipser (Pfalz) mit einem eher kräftig-schmelzigen Stil. Klaus Peter Kellers Morstein holt auf und scheint ein Langläufer zu sein – jung nicht immer einfach zu bewerten. Hier entsteht ein echter Vierkampf, zumal das uns vorab gezeigte 2015er GG Morstein „Felix“ jetzt schon Aussergewöhnliches verspricht und mit 19/20 schon auf Platz 3 unserer Pinot-Bestenliste landete. Vielleicht kommt einer der beiden folgenden noch dazu. Denn dahinter haben sich F. Becker, Rebholz und auch Heger mit klareren Profilen und weniger auf Kraft setzend als in der Vergangenheit (wieder) gut positioniert.

In Baden überraschte Franz Keller mit grossen Pinot-Klassikern und im Rheingau Kesseler mit einem weit aufgespannten Höllenberg, während der Schweizer Quereinsteiger Kaufmann seinen Weg in Richtung eines zarten Pinot-Stils zu finden scheint. Respektable Pinots kamen in diesem Jahr auch von Kranz, Philipp Kühn und den Rings-Brüdern aus der Pfalz. Und an der mit dem Jahrgang eher kämpfenden Ahr mit teils überreifen und gezerrten Weinen zeigen zumindest Meyer-Näkel und zum Teil auch Adeneuer und Stodden, wie salzig und wiedererkennbar Pinot vom Schiefer sein kann. In Rheinhessen überraschte Gutzler mit seinem Morstein.

Huber, Fürst und Keller an der Spitze

Mich hat in diesem Jahr die Phalanx an grossartigen Pinots von Huber schlichtweg begeistert – absolut bewundernswert, wie hier der junge Julian in die grossen Fussstapfen seines viel zu früh verstorbenen Vaters Bernhard reingewachsen ist. Sein erster komplett alleinverantwortlicher Jahrgang. Und was für einer! Ob man nun Huber oder Fürst vorzieht, ist letztlich eine reine Stilfrage. Beide sind herausragend – und jeweils mit ihrem Schlossberg (ex-aequo) an der Spitze, zu der sich nunmehr auch Kellers Morstein 2015 gesellt. Das Trio wird von Knipsers Burgweg und Mandelpfad gefolgt.

Zusätzlich zu unserem umfassenden Pinot Noir -Dossier in Ausgabe WW 07/17 mit dem ausführlichen Interview mit Jancis Robinson listen wir die besten Pinots nach Regionen auf ­ – ergänzt um eine spannende Replik von Sebastian Fürst zum Jancis Robinson-Interview.

Auf der letzten Seite der Print-Ausgabe beziehungsweise in unserer Datenbank finden Sie dann unser Best-of über alle Regionen und Rebsorten hinweg (WEINWISSER TOP 100). Zu den weissen Burgunder und zur Region Württemberg machen wir in der nächsten Ausgabe ein Spezial. Neben unserem Jubiläumsabo zum Vorzugspreis (99€ Digital, Print + Datenbanknutzung mit über 35.000 Fine-Wine-Notizen) und mit hochwertiger Prämienauswahl kann die Langversion mit allen Bewertungen auch als Einzelheft hier https://goo.gl/RKG7qM erworben werden.

Ein ausgezeichnetes Jahr für Riesling-Puristen – Teil 2

Das Regionen-Ranking: Nahe, Pfalz und Rheinhessen ganz vorne

War die Mosel im vergangenen Jahr klarer Sieger und die Pfalz eher Verlierer, so hat sich das in diesem Jahr gedreht. Während die Mosel mit dem Jahrgang zu kämpfen hatte, trumpften Pfalz, aber noch mehr Nahe und Rheinhessen gross auf. In diesen Regionen gab es die meisten Weltklasse-Weine (19/20). Aber der Reihe nach.

Nahe: Die Aufsteigerregion der letzten Jahre zeigte sich sehr homogen. Hier gelingt einfach in grosser Regelmässigkeit der Spagat aus Fülle, kräuterwürziger Mineralik und Struktur. Und doch sind die Stile so vielfältig wie die Terroirs an der Nahe. Besonders die Top Drei Schäfer-Fröhlich, Emrich-Schönleber und Dönnhoff präsentierten sich mit herausragenden Kollektionen in Bestform. Hier lösen Tim Fröhlichs Felseneck, die beiden Halenberg von ihm und Emrich-Schönleber sowie Dönnhoffs Hermannshöhle – jeder mit seinem Stil – Gänsehaut aus. Vom berühmten Ritt auf der Rasierklinge mit würzigen, reduktiven Sponti-Noten und verdichteter Schieferwürze (z.B. Felseneck), über das kräuterwürzige und weit gespannte Riesling-Monument mit gotischer Anmutung (Emrich-Schönlebers Halenberg) bis hin zur beschwingten, fast schwebenden und saftig-animierenden Hermannshöhle mit präziser, glockenklarer Frucht und reifer Säure ist alles dabei. Nicht nur an der Nahe. VDP-Nahe-Vorsitzender Frank Schönleber fasst den Jahrgang so zusammen: „Die 2016er Weine sind in der Spitze ungeheuer präzise und spannend. In der breiten Masse waren die Qualitäten in 2015 sicherlich homogener als in 2016, in der Spitze gibt es aber eine ganze Reihe von grandiosen Weinen.“ Genau so sehen wir das auch. Und gleich mehrere Nahe-Rieslinge sind ganz vorne in der Spitze der WEINWISSER Champions League-Tabelle zu finden. Gleich vier Rieslingen landen mit 19/20-Punkten unter den Top 12.

Grosse Dynamik am Roten Hang – Der Pettenthal-Flight gehörte zu den besten in Wiesbaden

 

 

Rheinhessen: Das Land der tausend Hügel zeigte sich in der Spitze ebenfalls homogen. Diesmal sowohl im Hügelland als auch am Roten Hang, wo mit einer neuen Generation von Winzern wie Kai Schätzel, Johannes Hasselbach, Felix Peters oder Carolin Spanier-Gillot eine eindrucksvolle Dynamik entstanden ist. Klaus Peter Keller legte abermals eine atemberaubende Phalanx an grossen Weinen vor (siehe hierzu das Interview auf den Seiten 2 und 3 sowie das Spezial mit Beschreibung der kompletten Jahrgangskollektion). Die GG sind allesamt herausragend, die Kabinette und Auslesen tänzerische Ballerinen, die man eher an die Mosel verortet. Mit dem Pettenthal GG und dem Spätburgunder Morstein „Felix“, die bei der gestrigen VDP-Versteigerung einen Nettopreis von 275€ und 550€ pro Flasche erzielten, ist ihm ein wahrer Coup gelungen: In beiden Fällen schwebende, verdichtete Leichtigkeit mit enormer Strahlkraft und Griffigkeit. Dicht dahinter haben sich wieder Wittmann mit einem grandiosen Morstein und Kirchspiel sowie Battenfeld-Spanier und Kühling-Gillot mit jeweils sehr ausdrucksstarken Weinen platziert. Das sind wunderbar trockene Rieslinge mit kühler Anmutung, grosser inneren Dichte, fest verwoben und mit dunkelwürzigen, leicht ins tabakige gehende Gelbfruchtaromen – in beiden Fällen mit hoher Wiedererkennbarkeit. Mit neuer oder vielmehr alter Stärke zeigen sich Wagner-Stempel, der zu den GG einen spannenden trockenen Riesling namens „EMT“ zur Versteigerung gab und Gunderloch, der mit einem exzellenten Pettenthal überraschte. Überhaupt war 2016 ein Pettenthal-Jahr und so gehörte dieser Flight zu den besten in Wiesbaden. Kai Schätzel ist weiterhin auf Kurs, gerade der gestern probierte Versteigerungs-Kabinett zeigte grosse Klasse, auch wenn mir die GG etwas zu gerbstoff- und säurebetont sind.

Kellers Pettenthal (360 Flaschen) wurden für 275€ netto versteigert

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rheingau: Im Rheingau ist zwar einiges in Bewegung gekommen und es wird viel experimentiert. Brillieren und überzeugen konnten aber allen voran die Top-Betriebe wie Kühn (mit seinen wiederum sehr individuellen 2015er GG) und Leitz mit glockenklaren und erstaunlich leichtfüssigen Bergrieslingen sowie Spreitzer unter anderem mit einem erneut starken und dunkelwürzigen Wisselbrunnen. Waren mir die Künstler-Weine im letzten Jahr zu barock, zeigten sie eine bemerkenswerte Rückkehr zu mehr Leichtigkeit und Eleganz. Das elegant-würzige Kirchenstück ist wieder nuancierter und früher zugänglich, die Hölle klar und tiefgründig. Achim von Oetinger präsentierte erneut den besten Marcobrunn, aber auch Prinz, Wegeler sowie Barth und Allendorf setzen mit teils im Holzfass ausgebauten und bewusst leicht gerbstoffbetonten Charakterweinen tolle Akzente. Ebenso souverän die Rieslinge von Johannishof, während Alexander Jung mit einem kräftig-schmelzigen Siegelsberg eine neue stilistische Variante bietet. Weil präsentierte einen festen, kühlen und langlebigen Gräfenberg, während Schloss Johannisberg nach den vielen personellen Wechseln ein respektables, leichtfüssiges GG lieferte, das eine Rückkehr zu mehr Reintönigkeit zeigt. Bei den Pinots gelingt Kesseler und Künstler jeweils ein Coup mit dem Assmannshäuser Höllenberg und die Weine Kaufmanns gewinnen mit Eleganz und Leichtigkeit zunehmend an Profil. Ausserhalb des VDP setzen einmal mehr die Bergweine von Theresa Breuer, allen voran der Rüdesheimer Berg Schlossberg, eine Benchmark für klassisch-langlebige Rieslinge von zeitloser Schönheit, aber mit viel Substanz und wenig Alkohol. Allerdings sind diese Weine jung schwierig zu verkosten und brauchen – ähnlich wie die 2008er – noch etwas Zeit. Mehr dazu im Kapitel Rheingau mit dem Breuer-Spezial.

Blick auf die beeindruckende Saarschleife: An der Saar brillierte vor allem Van Volxem

Mosel: Die Mosel, unser letztjähriger Regionen-Gewinner, hat sich mit dem 2016er Jahrgang schwergetan. Entsprechend gab es deutlich weniger Anstellungen, was konsequent und richtig ist. Klar ist, dass die Mostgewichte der Trauben an der Saar – wie meistens – nicht ganz so hoch waren wie die an der Mosel. „Allerdings präsentieren sich die Weine aufgrund der langsameren Reife infolge der an der Saar kühleren Bedingungen letztlich aber finessenreicher und auch aromatischer“, berichtet Roman Niewodniczanski im Exklusiv-Interview mit dem WEINWISSER. Schon im vergangenen Jahr ganz vorne, zeigte Van Volxem eine sehr starke Kollektion mit grandiosen GG – allen voran der herausragende Scharzhofberger: Ein Wein, so schön wie eine Michelangelo-Skulptur. Eine gemeisselte Delikatesse. Aber auch Heymann-Löwenstein überzeugte mit einer bärenstarken Kollektion und einer weiterhin erkennbaren Rückkehr zu mehr Finesse und Terroir. Das kühlste und klarste GG ist dabei der Uhlen Röttgen mit seiner steinig-mineralischen Art, auch wenn der Blaufüsser Lay noch eine Dimension mehr zu bieten hat.

Apropos steinig-mineralisch: Das gilt ebenso für Schloss Liesers und Peter Lauers schlanke, schieferwürzige und messerscharf-zupackende Rieslinge. Keine Blösse gaben sich St. Urbans-Hof, Fritz Haag, Maximin Grünhaus, Dr. Loosen (mit allerdings sehr unterschiedlichen Stilen und Qualitäten) sowie von Othegraven. Etwas besser als im Vorjahr präsentierte sich der Karthäuserhof mit einem formidablen kräuter-mineralischen Herkunftsriesling.

Pfalz: Die Pfalz gehört zu den Gewinnern des Jahrgangs, besonders die Mittelhardt zeigte sich deutlich besser als im Vorjahr. Allen voran Bürklin-Wolf mit seinen erst jetzt präsentierten 2015er und Reichsrat von Buhl mit einer (auch numerischen) Phalanx an eigenständigen und knochentrockenen Rieslingen. Doch ganz oben sehen wir wieder das Weingut Rebholz – zum einen mit zwei herausragenden Rieslingen, vor allem aus dem Kastanienbusch, der spielerisch die Balance aus Stoffigkeit, Finesse und Tiefe in Einklang bringt. Auch der Weissburgunder und erst jetzt vermarktete 2012er Pinot sind ganz vorne zu finden. Dicht dahinter platzieren sich Wehrheim und von Winning, während Bassermann-Jordan nicht durchgängig das hohe Vorjahresniveau erreichte.

Für die weissen Burgundersorten war der Jahrgang schwieriger. Dieser Sortentyp gelingt mit einer gewissen Reife und Fülle einfach besser. Sie bleiben deshalb in den meisten Fällen etwas hinter den 2015ern zurück. Bei den Weissen Burgundersorten ist Wehrheims ungemein schmelziger und vielschichtiger Mandelgarten unangefochten an der Spitze, dicht gefolgt von Rebholz und Knipser. Anders sieht es bei den Pinots aus, wo Knipser mit seinen „Riserven“ aus 2013 ganz oben steht, dicht gefolgt von F. Becker und Rebholz. Nur einige wenige haben den 2015er Spätburgunder vorgestellt, der für diese Sorte als Jahrgang sicher zum Besten gehört, was bisher in diesem Jahrhundert gewachsen ist.

Franken. Kaum eine Region hat in den vergangenen Jahren so aufgeholt wie Franken. Und dass nicht nur mit Silvaner, sondern auch mit charaktervollen Riesling. Waren früher die Franken-Weine eher rustikal und hoch im Alkohol, arbeiten die Spitzenwinzer immer mehr daran, den Körper und die Fülle mit mineralischen Akzenten und strafferer Struktur in Schach zu halten. Bei den Silvanern zeigt sich ein sehr ähnliches Bild wie im Vorjahr. Besonders das Spitzenduo Weltner und Luckert haben ungemein komplexe und gleichzeitig animierende Weine auf die Flasche gebracht. Mit ihren charaktervollen, stilistisch völlig unterschiedlichen Silvanern Küchenmeister „Hohenleite“ (Weltner) und Maustal (Luckert) knüpfen sie nahtlos an die ausgezeichnete Vorjahresleistung an und stehen praktisch Schulter-an-Schulter auf dem Siegertreppchen. Allerdings ist die Spitze enger zusammen als im vergangenen Jahr. Denn dazu gesellen sich Horst und Rainer Sauer – beide mit einem starken „Am Lumpen 1655“. Und auch das Juliusspital meldet sich mit einem superben 2015 Silvaner GG aus der Lage Würzburger Stein zurück – die längere Fassreife und der komplettere Jahrgang 2015 haben hier gute Früchte getragen. Rudolf Mays Rothlauf ist auch in diesem Jahr unter den Top-Ten.

Von den grösseren Gütern punktete das Bürgerspital mit seinen beiden Lagen-Silvanern. Eine schöne Überraschung gelang dem Weingut Am Stein – mit einem sehr eigenständigen Silvaner und Riesling aus dem dem Stettener Stein.

Silvaner gewinnt immer mehr an grossartiger Eleganz und Herkunftscharakter. Immerhin schafften es vier Silvaner über die hervorragende 18-Punkte-Grenze. Beim Franken-Riesling setzen nach wie vor Fürst, Weltner und Luckert die Massstäbe.

Baden: Hier kann man zwei Headlines bringen: Die erste lautet in ganz dicken Lettern: Huber beeindruckt auf ganzer Linie: Schon im vergangenen Oktober schrieben wir, dass der 2014er Chardonnay aus dem Schlossberg vielleicht der beste in Deutschland je produzierte Chardonnay ist. Auch in 2015 ist das wieder – wenn auch noch mit starken Reduktionsnoten – der Fall. Wirklich bewundernswert, wie die sympathische und stets bodennah gebliebene Familie die verlustbedingten Herausforderungen angenommen hat. Aus der Serie der grossen Spätburgunder ragen einmal mehr (aus dem grossen Zalto-Burgunderglas probiert) der ungemein komplex-vielschichtige Schlossberg, der von feinster Transparenz geprägte Wildenstein sowie die geheimnisvoll-tiefgründige Sommerhalde heraus. Eine schöne Überraschung lieferten die kompakten und sehr klassisch geprägten Pinots von Fritz Keller und auch bei Heger schmeckt man eine Rückkehr zu mehr Finesse und Frische.

Die zweite Headline: Abgesehen von Bercher gab es bei den weissen Burgundern und Chardonnays ziemlich viel Mainstream mit Restsüsse, gefälligem Schmelz, wenig Spannung und mit eher zweifelhaftem Grand-Cru-Format.

Württemberg: Das Ländle ist zunehmend im Kommen. Das hatten wir bereits im vergangenen Jahr geschrieben. Auch wenn es in 2016 etwas schwerer war, vor allem die Rieslinge können die Herausforderungen des Jahrgangs nicht ganz verschweigen, ist das Niveau durchaus hoch. Noch erfreulicher sieht es bei den Roten aus: Lemberger und Pinot gelingen formidabel. Aldinger, Schnaitmann und Haidle sind hier führend. Darüber berichten wir in Teil 2 unserer grossen GG-Ausgabe.

Auf der letzten Seite (gilt nur für die Abonnenten) finden Sie dann unser Best-of über alle Regionen und Rebsorten hinweg (WEINWISSER TOP 100). Neben unserem Jubiläumsabo zum Vorzugspreis (99€ für Digital, Print + Datenbanknutzung mit über 35.000 Fine-Wine-Notizen) und mit hochwertiger Prämienauswahl kann die Langversion mit allen Bewertungen ab dem 29.09. auch als Einzelheft erworben werden. https://goo.gl/62Xo3T

Verkostungsmarathon mit 421 Weinen – Chefredakteur Giuseppe Lauria verkostete gemeinsam mit Jürgen Mathäß und Frank Kämmer MS

VDP-Preview: Ein ausgezeichnetes Jahr für Riesling-Puristen – Teil 1

Jedes Jahr zum ersten September kommen die mit Spannung erwarteten Weine als VDP.Grosses Gewächs, den sogenannten deutschen «Grand Crus», auf den Markt. Davor lädt der Verband der deutschen Prädikatsweingüter (VDP) Journalisten und Weinhändler aus 23 Ländern in den Kollonadensaal des Wiesbadener Kurhauses ein. Bei der bestens organisierten Probe verkosten internationale Weinexperten die Spitzengewächse der aktuellen Jahrgänge – immerhin 421 Weine aus 249 Lagen von 124 Weingütern wurden angestellt. WEINWISSER war alle drei Tage dabei, hat ausführlich verkostet und hier sowie bei diversen Nachverkostungen die (viele) Spreu vom Weizen getrennt.

Zusammen mit meinen Kollegen Jürgen Mathäß und Master Sommelier Frank Kämmer – beide sind ausgezeichnete Deutschland-Experten und seit Jahrzehnten als Fachverkoster bekannt – haben wir die besten und spannendsten Weine in Weiss und Rot selektiert, ausführlich beschrieben und bewertet. Zudem hat unser Autor und Blogger Markus Budai mitverkostet und im Rheingau und Rheinhessen zugeliefert.

Weiterlesen